Pressemitteilungen

Die AVAG Holding bestätigt Erfolgskurs

> Rund 130.000 Fahrzeuge abgesetzt
> Im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet 
> Mercedes-Benz als neue Marke integriert

Die AVAG Holding SE bleibt weiter auf Erfolgskurs. Im Geschäftsjahr 2017/18 erwirtschaftete die Automobilhandelsgruppe aus Augsburg einen Umsatz von ca. 2,3 Milliarden Euro (Vorjahr 2,1 Mrd. Euro). Damit hat das Familienunternehmen ihre eigenen Erwartungen übertroffen und die zwei Milliarden Euro-Marke aus dem Vorjahr bestätigt. Die AVAG brachte rund 130.000 Fahrzeuge auf die Straße und beschäftigt hierfür ungefähr 5.300 Mitarbeiter. 

„Faktoren, wie die Opel-Integration in den PSA-Konzern, die ausführlichen Verhandlungen zum Opel-Händlervertrag sowie die Diskussionen um den Dieselmotor beeinflussten das Geschäft nur am Rande. „Die guten Zahlen ergeben sich aus einem Mix von guter Konjunktur, sehr guten Produkten unserer Hersteller und vor allem dank unserer loyalen Kunden. Die konsequente Umsetzung unserer Optimierungsstrategie für unsere Autohäuser, insbesondere im Prozess- und Bestandsmanagement, sowie die Qualifizierungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen ebenfalls zu der guten Entwicklung bei. Wir haben es geschafft, die idealen Rahmenbedingungen zu nutzen, und ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen. Das ist aus meiner Sicht die wichtigste Erkenntnis für das abgelaufene Geschäftsjahr“, freut sich Finanzvorstand Markus Kruis. 

„Für die Zukunft haben wir einen neuen strategischen Ansatz festgelegt, der auf den Säulen Stabilisierung, Optimierung und Modernisierung basiert. Stabilisierung heißt, dass wir in Zukunft etwas weniger expandieren, sondern unser Augenmerk auf die Stärkung der bereits getätigten Investitionen legen, ohne weitere Arrondierungen auszuschließen. Optimierung bedeutet, dass wir konsequent den Weg der Bestands-, Prozess- und Kostenoptimierung weitergehen und Projekte vorantreiben, die unsere Autohäuser kundenfreundlicher und besser machen. Im Rahmen der Modernisierung bereiten wir uns vor allem auf einen Ausbau der Digitalisierung und eine neue Dealer-Management-Software vor. Da bleibt dann allerhand zu tun“, ergänzt Roman Still die strategische Ausrichtung für das nächste Jahr. 

Die größte Herausforderung bleibt die Integration der sieben Mercedes-Standorte in Österreich. „Die Mitarbeiter hatten es in der Vergangenheit nicht leicht. Erst haben wir eine neue IT installiert, unbekannte Controlling-Prozesse ausgesetzt und ein für die Mitarbeiter unbekanntes Marketingkonzept eingeführt. Trotz dieser Umstellungen ziehen alle mit, und wir befinden uns auf einem guten Weg“, sagt Albert C. Still. 

Geschäftsbereich Sales

Das gute Geschäftsergebnis resultiert unter anderem aus den gesteigerten Umsätzen im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft. Die Autohäuser der AVAG Holding SE haben 66.679 Neuwagen (Vorjahr: 62.618) im In- und Ausland verkauft. Die Strategie der klaren Markenexklusivität in den Autohäusern bewährt sich seit vielen Jahren. Auch im Gebrauchtwagengeschäft hat sich die Gruppe im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr gesteigert. Die AVAG-Betriebe haben 62.938 Fahrzeuge vertrieben (Vorjahr: 58.635) und damit den Vorjahreswert übertroffen. „Das gute Ergebnis basiert unter anderem auf einer konsequenten Zukaufstrategie in Verbindung mit einem effektiven Bestandsmanagement“, erläutert Vertriebsvorstand Ulf Pfeiffer. 

Geschäftsbereich After-Sales

Der After-Sales-Bereich ist die zweite tragende Säule des Automobilhandels. Durch den konsequenten Einsatz von Kundenbindungsmitteln wie BigDeal, DIA-Garantie und dem Verkauf der Hersteller-Kfz-Versicherung schaffen wir die Grundlage für ein aktives After-Sales-Marketing. Dadurch gelang es, den After-Sales Umsatz mit 426 Mio. Euro (Vj.: 396,3 Mio. Euro) deutlich zu steigern. „Dies ist vor allem durch unsere Marketingaktivitäten, technischen Innovationen in der Serviceannahme und Kundenkontaktprogramme gelungen. Ein kleinerer Teil des Wachstums entfällt auf die neu erworbenen Unternehmen“, sagt Albert C. Still. Auch das intensive Verkaufstraining der Fachkräfte sowie die verstärkte Präsenz im Internet mit Service- und Teileangeboten führten zu diesem guten Ergebnis. 

Optimierungs-Strategie als Erfolgsrezept

Der strategische Ansatz der „Optimierung“ ist und bleibt ein Erfolgsrezept der AVAG -Gruppe. „Wir haben es geschafft, uns mit verschiedenen Projekten, wie das Gebrauchtwagenmanagement, den konsequenten Aufbau von After-Sales-Bindung und einem stärkeren Fokus auf das Firmenkundengeschäft im Außendienst, begleitet durch interne Schulungsprogramme für die einzelnen Standorte, weiter nach vorne zu entwickeln“, erläutert Roman Still. „Des Weiteren arbeiten wir intensiv am Aufbau von Business Development Center (BDC). Bei diesen handelt es sich um In- und Outbound-Callcenter, die neben den Calls auch sämtliche Leads erfassen und die Sicherstellung einer schnellen Bearbeitung und damit vor allem eine erhöhte Kundenzufriedenheit verantworten.“

Erwerb neuer Standorte

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die AVAG sich insbesondere in Österreich vergrößert. Am 1. Mai 2018 integrierte das Familienunternehmen sieben Mercedes-Benz Standorte von der Wiesenthal und Service GmbH. Bei den sieben Standorten handelt es sich um Betriebe in Wien, Niederösterreich und im Burgenland, die das Handels- und Servicegeschäft mit dem gleichen Produktportfolio – Mercedes Benz, Smart und Citroen – weiterführen. Die sieben Betriebe wurden in vier Areas aufgeteilt, in die AV Hall in Wien-Strebersdorf, die AV Truck mit Hauptsitz in Unterradlberg, die AV Niederösterreich in St. Pölten mit den Filialen in Zwettl und Krems sowie die AV Ott in Eisenstadt mit der Filiale in Oberpullendorf. 

Zusätzlich erfolgte die Integration des Opel-Händlers Autohaus Wittemann in Bruchsal in Baden-Württemberg zum 1. April 2018. 

Qualifizierung in der AVAG

In Zeiten des Fachkräftemangels und demografischen Wandels steht die Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke im Fokus. Seit zwei Jahren hat sich das AVAG-Trainee-Programm etabliert. Bachelor- bzw. Masterabsolventen werden in 18 Monaten praktisch und theoretisch im Autohaustagesgeschäft ausgebildet, um direkt oder zukünftig als Führungskräfte zu arbeiten. Seit Jahrzehnten investiert die AVAG und Ihre Autohäuser in die Fachausbildung und bietet Lehrstellen im gewerblichen und kaufmännischen Bereich. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden allein in Deutschland ungefähr 300 Auszubildende eingestellt. Um die Jugendlichen optimal auf die Ausbildung vorzubereiten, organisiert die AVAG zum Start jeweils einen praxisnahen Azubi-Tag in den Autohäusern vor Ort. Insgesamt beschäftigt die AVAG rund 800 Auszubildende. Ein drittes Element ist die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Im vergangenen Geschäftsjahr haben AVAG-Experten und externe Coaches ungefähr jeden vierten Mitarbeiter, vom Azubi bis zur Führungskraft, geschult und weiter qualifiziert.     

Die AVAG in Augsburg und Schwaben

Die AVAG Holding SE beschäftigt am Firmensitz in Augsburg 120 Mitarbeiter. Außerdem verkaufen und warten deren Autohäuser in Augsburg an 13 Standorten mit rund 400 Mitarbeitern und 130 Auszubildenden die Marken Opel, Ford, Nissan und Honda. Der Absatz lag bei ca. 6.900 (6.800) Neu- und 7.850 (7.640) Gebrauchtwagen. Für ganz Schwaben zählen die Autohäuser in Memmingen, Kaufbeuren und Kempten und deren Filialen dazu. Diese neun Standorte verkauften zusätzlich im abgelaufenen Geschäftsjahr 3.200 (3.380) Neu- und 3.800 (3.550) Gebrauchtwagen. Insgesamt beschäftigen diese Betriebe zusätzlich ca. 300 Mitarbeiter und 70 Azubis.  

Die AVAG in Österreich

In Österreich konnte die AVAG einen nationalen Marktanteil von knapp über zwei Prozent am Neuwagenmarkt erzielen. Mit 756 Mitarbeitern verkaufte die Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr 7.600 Neu- und 6.380 Gebrauchtwagen, das entspricht einer Steigerung zum Vorjahr von 4,2%. Die 24 Standorte erwirtschafteten einen Umsatz von 275.000 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von knapp 8% gegenüber dem Vorjahr.  

Die AVAG Holding SE ist eine der größten Automobilhandelsgruppen in Europa, die zurzeit an 79 Autohäusern mit 179 Standorten in Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen, Ungarn, Serbien und Slowenien beteiligt ist. Das Familienunternehmen vermarktet mit seinen 5.300 Mitarbeitern rund 130.000 Fahrzeuge im Jahr.